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DAK zieht Fragebögen zurück

Befragung der Krankenkasse zur Pflege beanstandet

Hamburg. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat einen Fragebogen zurückgezogen, in dem pflegebedürftige Versicherte Namen von nahestehenden Menschen aus ihrem Umfeld nennen sollten. Der Fragebogen werde nicht mehr verwendet, teilte ein Sprecher der Krankenkasse am Freitag in Hamburg mit. Der Grund seien Bedenken der Datenschutzbeauftragten des Bundes.

In den seit Anfang Juli bundesweit an Versicherte verschickten Fragebögen sollten Pflegebedürftige angeben, welche Menschen aus ihrem näheren Umfeld bestimmte Leistungen des Pflegedienstes übernehmen könnten - etwa die Medikamentengabe oder die Hilfe beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen. Wohlfahrtsverbände hatten daraufhin kritisiert, dass die Krankenkasse Versicherten medizinisch verordnete Leistungen verweigere, die von Pflegediensten übernommen würden. Dies sei ein Versuch auf dem Rücken der Versicherten zu sparen, erklärte Hannelore Böhnke-Bruns von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Die DAK wies die Vorwürfe zurück. Sie sei gesetzlich verpflichtet, Anträge auf häusliche Krankenpflege zu prüfen. Die Kasse habe dabei Auffälligkeiten von einzelnen Pflegediensten festgestellt. Zum Teil seien Leistungen abgerechnet worden, die medizinisch nicht notwendig gewesen seien. epd/nd

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