Müllers Liste

Ein Deutscher rettet 14 Palästinenser aus Syrien - den Staat schert das recht wenig. Ein Lehrstück aus der Provinz

  • Von Annette Riemer
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Der kleine Rabie sitzt teilnahmslos in der Ecke. Er spricht kaum, verfolgt kaum das Geschehen in dem Wohnzimmer, wo doch alles so turbulent durcheinander geht. Ronn Müller nennt sein Heim in Halle (Saale) ironisch ein Durchgangslager für syrische Flüchtlinge. Aktuell wohnen neben seiner eigenen Familie fünf weitere Verwandte seiner Frau bei ihm, auch Rabie. Der fünfjährige Junge mit dem melancholischen Blick hat die letzten drei Jahre in Aleppo gelebt - wenn in diesem Trümmerhaufen, der wie kein anderer für die Brutalität des syrischen Bürgerkriegs steht, überhaupt gelebt werden kann. »Er ist durch den Krieg und das Wohnen im Verborgenen in seiner Entwicklung zurückgeblieben und traumatisiert«, sagt Müller über seinen Neffen. Für ihn wünscht sich der 35-jährige Ethnologe vor allem einen Kindergartenplatz, damit Rabie soziale Kontakte schließen und die deutsche Sprache lernen kann. Und unter den anderen Kindern vielleicht vergisst, was ...

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