Alle Verdächtigen wieder frei

Israels Dienste suchen weiter nach den Brandstiftern im Westjordanland

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach dem Brandanschlag auf ein palästinensisches Wohnhaus vorvorige Woche geht die Suche nach den Tätern weiter. Israels Regierung griff zu drastischen Mitteln. Kritik kommt auch von Linken.

Es war die größte Razzia, die Israels Polizei jemals in Siedlungen im Westjordanland, durchgeführt hat - «und eine der schwierigsten», wie ein Sprecher des Inlandsgeheimdienstes Schin Beth sagte: Unter dem Schutz von Sondereinsatzkommandos mussten die Beamten ganze Siedlungen durchsuchen; mehrere Stunden dauerte das am Sonntag.

Und es endete in einer Schlappe: Schon am Montag ließen die Haftrichter die Festgenommenen wieder gehen, aus Mangel an Beweisen. Und weil die Haftbefehle mangelhaft begründet waren. Der Verdacht, die Festgenommenen seien an dem Brandanschlag auf ein palästinensischen Wohnhaus in Duma in der vorvergangenen Woche dabei gewesen, konnte nicht belegt werden. Ein 18 Monate alter Junge und sein Vater waren dabei gestorben; die Tat hat in Israel für einen Schock und in Palästina für Wut gesorgt: Denn die Täter waren religiös motivierte Extremisten, Israelis.

Obwohl 1994 ein Jude am Grab der Patriarchen in Hebron 29 Paläst...


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