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Schrecken ohne Ende

Bernd Kammer erwartet die nächste Terminverschiebung am Hauptstadtflughafen

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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? Beim Unglücksflughafen BER stellt sich diese Frage ständig. Auch im Falle der Pleitefirma Imtech. Als die in finanzielle Turbulenzen geriet und versuchte, das Chaos auf der Flughafenbaustelle auszunutzen und sich mit dubiosen Nachzahlungsforderungen zu sanieren, hätte man sie rausschmeißen können, erst recht, als der Korruptionsskandal bekannt wurde.

Doch Imtech galt dem damaligen Flughafenchef Hartmut Mehdorn als »extrem wichtig«, ein Rauswurf hätte noch mehr Zeit und Geld gekostet, ein ganzer Arbeitsbereich hätte neu organisiert werden müssen. Außerdem wollte man nicht die alten Fehler wiederholen. Die Entlassung der Planungsgemeinschaft PG BBI nach der zweiten Verschiebung des Eröffnungstermins im Mai 2012 gilt mittlerweile als Sündenfall für das weitere Desaster. 300 Planer und ihr Know-how waren plötzlich weg von der Baustelle.

Keine Gnade kannte die Flughafengesellschaft auch im Falle der Haustechnikplaner der IGK-IGR Ingenieurgesellschaft Kruck, die im Februar 2010 Insolvenz angemeldet hatte, ausgelöst u.a. durch zurückgehaltene Zahlungen der Flughafengesellschaft. Folge der Pleite war die erste Verschiebung des Eröffnungstermins, vom 30. Oktober 2011 auf den 3. Juni 2012. Und natürlich wurde alles danach viel teurer.

Jetzt droht die fünfte Verschiebung, um die der BER wohl auch nicht herumgekommen wäre, wenn er Imtech schon bei Bekanntwerden von dessen Geschäftsgebaren gefeuert hätte. Denn das Projekt ist schon viel zu verkorkst. Alles läuft auf ein Schrecken ohne Ende hinaus.

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