CDU will länger über Sex reden

In Thüringen gibt es Widerstand gegen den neuen Bildungsplan von Rot-Rot-Grün

  • Von Sebastian Haak, Erfurt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In einem neuen Bildungsplan will Thüringen auch festschreiben, was in Schulen über Sexualität gelehrt wird. Erst die AfD und nun die CDU sagen, die Eltern seien dazu nicht ausreichend gefragt worden.

Es war eine Antwort mit der Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, offensichtlich nicht gerechnet hatte. Höcke wollte von der rot-rot-grünen Landesregierung im Rahmen einer mündlichen Anfrage im Kern wissen, wie denn sichergestellt werden soll, dass die Inhalte des »Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre« in Belangen der Sexualkunde auch mit Elternvertretern diskutiert werden.

Dabei schwang der Vorwurf mit, Rot-Rot-Grün versuche über diesen Bildungsplan irgendwie abnormale Vorstellungen von Sexualität und Geschlecht in die Schulen zu bringen und so die deutsche Familie zu zersetzen - ein Vorwurf, den gestandene AfD-ler regelmäßig gegenüber Rot-Rot-Grün erheben. »Die Proteste gegen die Einführung des Themas ›sexuelle Vielfalt‹ in Baden-Württemberg legen nahe, dass dieses Thema auch in Thüringen umstritten sein wird«, hieß es in den Vorbemerkungen der Anfrage Höckes. Eingereicht hatte er sie Anfang J...


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