Thembi Wolfram, Zevgolatio 12.08.2015 / Ausland

Die Krise - was sonst

Angst vor der Rückkehr der Drachme und einer schlechten Ernte. Ein Besuch in der griechischen Kleinstadt Zevgolatio

Die Entscheidungen über ihre Zukunft werden im weit entfernten Athen getroffen. Dennoch ist die griechische Krise auch beim Kartenspielen im Café auf dem Lande allgegenwärtig.

Wenn der Zug an der Stadtgrenze von Athen aus dem Untergrund auftaucht, passiert er die Wellblechhütten von Acharnes, hauptsächlich von Romafamilien bewohnt. Dann geht es vorbei an spärlich belegten Liegen an schmutzigen Kiesstränden. Nach der dreispurigen Autobahn, kurz vor Megara, gleiten die Olivenhaine und Silos vorbei. Halt in Kineta, einem Ort, der kurz vor der Krise noch einen Boom durch zuziehende, wohlhabende Rentner erfahren hat. Es geht weiter, neben den Öltankern auf dem Weg nach Korinth und den brennenden Schloten der Raffinerie »Motor Oil Hellas«. Der Sommer hat die Flussbetten ausgetrocknet, die Berge sind trotzdem sattgrün. Manche Orte bestehen nur aus kleinen Villen mit Pool auf dem Dach und Bauruinen mit Graffiti. An wenigen steht ein vergilbtes »POLITAI« - zu verkaufen.

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