Werbung

Versehen oder Absicht?

Grit Gernhardt wundert sich, warum Reiche weiter um Steuern herumkommen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ob und wann ein Steuersystem gerecht ist, darüber existieren verschiedene Ansichten. Dass es aber ungerecht ist, wenn die, die am meisten haben, nur wenig davon abgeben müssen, darüber dürften sich viele einig sein. Und die Superreichen, denen ein größerer finanzieller Beitrag zum Gemeinwesen wahrlich nicht wehtun würde, kommen auf legalen, halblegalen oder illegalen Wegen auch noch um einen bedeutenden Teil ihrer Abgaben herum.

Sieht man sich die Steuerbehörden vieler Industriestaaten an, könnte man meinen, das sei Absicht oder werde zumindest billigend in Kauf genommen: Mindestens 20 000 Steuerprüfer fehlen laut der zuständigen Gewerkschaft allein in Deutschland, viele sind nicht dafür ausgebildet, die komplexen Besitzverhältnisse Superreicher gänzlich zu durchschauen. Eine Sonderabteilung für extrem Vermögende, wie sie die OECD seit Jahren fordert, lässt ebenfalls auf sich warten. In den Ländern, wo eine solche gegründet wurde, zogen die Steuerfahnder Millionen zusätzliche Euro ein - etwa in Griechenland. Dass sich der deutsche Finanzminister das nicht zum Vorbild nehmen kann, ist klar. Nicht, dass noch von »griechischen Verhältnissen« hierzulande die Rede ist! Da muss sich Schäuble eben mit kreativen Vorschlägen ein bisschen anstrengen, wenn Deutschland in Sachen Reichenbesteuerung nicht weiter ins Hintertreffen geraten will. Außer, das ist eben doch genauso gewollt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!