Russland lehrt Hamburg das Fürchten

Der Hafen an der Elbe verliert gegenüber dem Konkurrenten Rotterdam

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Lange profitierte Deutschlands »Tor zur Welt« vom Aufschwung im Osten. Zuletzt brach der Umschlag im Hamburger Hafen ein, auch durch ein Minus im Außenhandel mit Russland.

Schlechte Nachrichten verkauften sich nicht so erfolgreich wie die guten in den vergangenen Jahren, bedauert Ingo Egloff als Vorstand des Hamburger Hafens. Der Optimismus, der noch die jüngsten Bilanzpressekonferenzen beschwingte, scheint nach dem ersten Halbjahr verflogen. 2015 dürften statt der erhofften zehn Millionen Stahlboxen nur neun Millionen umgeschlagen werden. Das schlechte Ergebnis überrascht, weil deutsche Unternehmen dank des schwachen Euros vor allem im Export glänzen.

Egloff, seit 2014 Vorstand der Hafen Hamburg Marketing (HHM), redet selten um den heißen Brei herum. Lange profitierte der größte deutsche Containerhafen vom wirtschaftlichen Boom in China sowie vom Aufschwung Russlands. Jetzt schlage das Pendel um. Russland sehen Hamburgs Hafenmanager neben China als entscheidenden »Kernmarkt« an.

Zwar wissen auch sie um die Schwankungen im Seeverkehr - wohl nur wenige Branchen sind dermaßen »volatil«. Doch die jüngsten R...

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