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Luftangriff auf Golan

Syriens Fernsehen berichtet von »Flugzeug ohne Pilot«

Bei einem erneuten israelischen Luftangriff auf den Süden Syriens sind nach Angaben aus Damaskus fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten.

Damaskus. Ein erneuter Luftangriff der israelischen Armee auf die syrische Provinz Kuneitra auf den Golanhöhen hat einem Bericht des syrischen Fernsehens zufolge am Freitag fünf Menschen das Leben gekostet. Bei den Toten habe es sich um unbewaffnete Zivilisten gehandelt, berichtete der Sender. Der Angriff habe sich auf ein ziviles Fahrzeug in dem Dorf Al-Kom gerichtet. Bei der israelischen Maschine habe es sich um ein »Flugzeug ohne Pilot« gehandelt.

Die Angriffe wurden von Israel als Reaktion auf mehrere Raketenattacken bezeichnet. Im Norden Israels und auf dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen seien vier Raketen niedergegangen, die niemanden verletzt hätten. Israel hält seit 1967 etwa 1200 Quadratkilometer des Golanplateaus widerrechtlich besetzt. Eine UN-Sicherheitsratsresolution zum Rückzug wurde nicht erfüllt.

Ein israelischer Militärvertreter machte den Iraner Said Isadi für die Raketenangriffe verantwortlich, der den palästinensischen Arm der iranischen Al-Kuds-Eliteeinheiten anführe. Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon warf Iran in einer Erklärung vor, die Islamische Republik wolle »eine neue terroristische Front gegen Israel auf den Golanhöhen eröffnen«. Man plane aber »vorerst« nicht, Verstärkung auf die Golanhöhen zu schicken. »Wir wollen nicht in den Krieg in Syrien hineingezogen werden.« AFP/nd

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