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Mazedonien erhöht Polizeipräsenz

Zusammenstöße an Grenze zu Griechenland

Idomeni. An der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien sind bei Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und der mazedonischen Polizei am Freitag mindestens fünf Flüchtlinge leicht verletzt worden. Wie ein AFP-Fotograf berichtete, setzte die Polizei am Grenzzaun nahe der griechischen Ortschaft Idomeni Blendgranaten ein, um die Flüchtlinge zurückzudrängen. Die mazedonischen Behörden wiesen die Berichte zurück. Es habe auf der mazedonischen Seite der Grenze keinen derartigen Vorfall gegeben, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Im Niemandsland zwischen Mazedonien und Griechenland sitzen zurzeit mehr als 3000 Flüchtlinge fest. Die allermeisten von ihnen sind Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien, die versuchen über die sogenannte Balkan-Route nach Westeuropa zu gelangen und dort Asyl zu erhalten. Wegen des starken Flüchtlingsandrangs hatte Mazedonien bereits am Donnerstag den Ausnahmezustand ausgerufen und den Einsatz von Soldaten an seiner Grenze zu Griechenland angekündigt.

In der Nacht zum Freitag wurde bereits die Polizeipräsenz an der Grenze verstärkt, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Soldaten waren am Freitagvormittag zunächst nicht zu sehen. Trotzdem gelang es in der Nacht einer Gruppe von rund 250 Flüchtlingen, in einem Wald die Grenze zu überqueren. Sie warteten am Freitag am Bahnhof des Grenzortes Gevgelija auf einen Zug zur Weiterfahrt nach Norden, wie einige von ihnen AFP sagten. Auch am Bahnhof waren demnach zusätzliche Polizisten im Einsatz, die den vielen wartenden Flüchtlingen zunächst keine Papiere zur Weiterreise ausstellten. AFP/nd

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