Was drübersteht, was drinsteckt

Die beginnende Theatersaison, neue Zumutungen und die einfältige Mode mit dem Spielzeitmotto

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Der neueste Trend unter den Theatern: ein vielversprechendes Spielzeitmotto. Dabei kriecht das Motto aus dem schlechten Gewissen des Theaters und reiht sich ein in belanglose Schlagzeilerei.

Theater braucht keinen guten Segen; die Lufthoheit der Kunst sei gefälligst ein Sammlungsraum böser Witterungen. Wegen Gutmütigkeit wird das Theater am wenigsten benötigt - Gutmütigkeit macht eine gute Figur, aber keinen Stil. Künstlers Kreditkarte wird von einem Kuratorium ausgestellt, dem der Schmerz, die ungerechte Behandlung, das Missverständnis, die Durchsetzungsnot angehören. Denn noch hat sich jede blöde Zeit (welche Zeit ist nicht blöde?!) gegen die Kunst gestellt, aber genau dadurch auch göttliche Werke ausgepresst. Das nimmt Goethe nicht aus, der das anarchische Denken und Fühlen selbst in großer gesellschaftlicher Positionshöhe beneidenswert frei betrieb.

Aber um Goethe geht es gar nicht - oder doch? Seine »Stella«, seine »Iphigenie« gehören auch in der nun beginnenden Saison zu Säulen deutscher Theaterspielpläne, der »Faust« ist seit Jahren Standard-Spitzenspiel der Repertoires. Auch die neuen Pläne mühen sich zwar übe...

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