Das vernünftige Herz

»Lenz im Libanon«: ein flammender Roman über die Verzweiflung an dieser Welt

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Albert Ostermaier ist ein Gesunder: Er leidet. Ein Geretteter: Er weiß nie wirklich, wie weiter. Ein Glühender: rennt heiß durch die kalte Asche alles Ausgebrannten. Mit einem schäumenden, ruchlos hochjagenden Ausdruck. Dieser Lyriker, Dramatiker, Erzähler schreibt nicht, er hackt sich ein - um dann als Partisan räudig-romantischer Metaphern just im Innern unserer Welt der Module, Maschinen, Monitore sehr verwirrende Codeworte zu platzieren: Liebe, Hoffnung, Traum, Haut, Tränen. Sein Werk ist ein Whirlpool: aufgewühlte Sprache wie Wasser, darin Eiswürfel klirren. Sauf oder spuck aus. Friss, was frozen knackt. Oder zieh die Zähne hoch - auch das immerhin ein klares Zeichen: nervgetroffen.

Ostermaiers Sprache verausgabt sich lüstern. Sie trägt dick auf, weil sie abtragen muss bis auf die dünnste Stelle Haut. Diese Sprache will, was wie ein Schrei klingt. Lustschrei, Lastschrei. Der Schrei verteidigt, was dem Schreibenden zu sagen no...

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