Das Geld liegt auf der Straße

Die Mittel für Verbesserung der Fahrradinfrastruktur werden oft nicht abgerufen

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Geld ist da, aber es fehlt am Personal: Über vier Millionen Euro konnten seit 2011 nicht in Radverkehrsprojekte gesteckt werden.

Deutliche Spuren am Moritzplatz

Kreisverkehre sind für Radler echte Herausforderungen. Das Rondell am Kreuzberger Moritzplatz hatte es besonders in sich. Zwischen 2012 und 2014 gab es dort 157 Unfälle, an 78 waren Radfahrer beteiligt, 69 Menschen wurden verletzt. Bei einer Umfrage des Senats Ende 2013 zu Gefahrenstellen für Radler lag der Moritzplatz ziemlich weit vorn. Jetzt soll die Situation entschärft werden. Dem Autoverkehr wurde Platz weggenommen und dafür eine zweite Spur für abbiegende Radfahrer eingerichtet. 25 000 Euro spendierte der Senat dafür.

Die Beseitigung dieses Missstands innerhalb von knapp zwei Jahren ist für Berliner Verhältnisse schon ziemlich flott. Woanders dauert es wesentlich länger, etwa in der Schönhauser Allee. Was nicht unbedingt am fehlenden Geld liegt. Im Gegenteil, der Senat lässt Millionenbeträge für den Radverkehr verfallen, wie die Stadtentwicklungsverwaltung jetzt auf eine Anfrage des Abgeordneten Andreas Baum (Piraten) einge...


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