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Bernd Kammer über die Verteilung der Mittel im Straßenverkehr

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Viele hübsche Titel hat sich Berlin im Laufe der Jahre zugelegt, von Spree-Athen bis Smart-City. 2004 erklärte der Senat Berlin sogar zur »Fahrradstadt«, eine Radverkehrsstrategie wurde entwickelt und auch einiges angeschoben. 24 Kilometer Fahrradstreifen wurden seit 2013 auf den Asphalt gepinselt, 15 Kilometer Radverkehrsanlagen saniert und 1500 neue Fahrradabstellanlagen vor U- und S-Bahnhöfen installiert. Einschließlich diverser Bundesmittel sind insgesamt 14 Millionen Euro in diesem Jahr für den Radverkehr im Haushalt eingestellt.

Ärgerlich nur, dass es in Senat und Bezirken an fachkundigem Personal fehlt, das mit dem Geld auch was Sinnvolles anfangen kann. Innerhalb von vier Jahren wurde mehr als das Budget eines ganzen Jahres nicht abgerufen. Damit hätte man schon längst die Sicherheit der Radfahrer etwa in der Schönhauser Allee oder auf dem Straßenzug Kaiserdamm/Bismarckstraße verbessern können. Dort stehen den Radlern nur Radwege zur Verfügung, auf denen sie von abbiegenden Fahrzeugen leicht übersehen werden. Um das zu ändern, müsste man allerdings den Autos etwas Platz wegnehmen - auf der Bismarckstraße mit ihren vier Spuren wohl keine unbillige Forderung. Radfahrern stehen bisher nur drei Prozent der Verkehrsfläche zur Verfügung, obwohl ihr Anteil am Gesamtverkehr 15 Prozent beträgt. Beim Auto ist das Verhältnis genau andersherum: 29 zu 58 Prozent.

Es wäre nur gerecht, den Straßenraum umzuverteilen, wie auch die personellen und finanziellen Ressourcen in den Ämtern. Apropos Finanzen: Der Bund fordert mittlerweile, pro Einwohner den Radverkehr sogar mit zehn Euro zu finanzieren. Das wären in Berlin dann über 30 Millionen Euro pro Jahr.

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