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Vögel vor Stromtod unzureichend geschützt

Potsdam. Bestimmte Strommasten sind nach Einschätzung des Naturschutzbundes (Nabu) für Vögel wie Weißstörche eine tödliche Gefahr. Auch nach dem Ende einer gesetzlichen Übergangszeit im Jahr 2012 haben Energieversorger ihre Anlagen noch nicht ausreichend mit Abdeckungen und Ummantelungen nachgerüstet, teilte der Nabu kürzlich mit. Berühren die Vögel mit ihren großen Flügeln zwei stromführende Teile gleichzeitig, können sie einen Stromschlag erleiden. Allein für Brandenburg weist die Staatliche Vogelschutzwarte mehr als 350 Weißstörche nach, die in den vergangenen 20 Jahren an Verbrennungen durch Stromschläge starben. Wie viele Vögel insgesamt an Mittelspannungsleitungen umkommen, ist unbekannt. Nabu-Schätzungen gehen für Großvögel in die Tausende. Betroffen seien neben Störchen auch Greifvögel und Eulen. Nach Angaben des Nabu-Fachmanns Eric Neuling wird nur ein kleiner Teil der verendeten Vögel gefunden. Sie werden innerhalb von 24 Stunden von Beutetieren geschnappt. Das Problem ist nicht neu und Schutzvorkehrungen sind bekannt, sagte Biologe Klaus Richarz. Er ist Vorsitzender der Gruppe Vogelschutz beim Forum Netztechnik und Netzbetrieb im Verband der Elektro- und Informationstechnik VDE. Richarz betonte, es gebe seit 2002 Gesetze und Anwendungsregeln. An deren Umsetzung hapere es aber noch. dpa/nd

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