Werbung

Letzte Ruhestätte als Wahrzeichen

Die Grabpyramide von Fürst Pückler im Branitzer Park ist restauriert

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Restaurierung der Pückler-Pyramide im Cottbuser Park Branitz ist abgeschlossen. Wind und Wetter hatten dem Erdhügel zugesetzt. Der Park feiert jetzt die Rückgabe.

Fürst Pückler (1785-1871) war kein Mann leiser Töne. Er liebte es exzentrisch und gilt als Weltenbummler und Visionär. Er soll mit einer Kutsche durch Berlin gefahren sein - weiße Hirsche zogen das Gefährt. Selbst seine eigene Beisetzung inszenierte er noch. Als Grabstätte ließ sich Pückler eine Erdpyramide mitten in einem See auf seinem Alterssitz Branitz errichten. Branitz gehört heute zu Cottbus. Das Wahrzeichen der Stadt wurde in den vergangenen Monaten aufwendig restauriert.

Wind und Wetter hatten dem Erdhügel zugesetzt, der auch Tumulus genannt wird. Ziel der Restaurierung war es, den Hügel wieder geometrischer aussehen zu lassen und in die Nähe der einstigen Originalhöhe von 13,50 Metern zu bringen. Mit den Jahren war die Pyramide um rund einen Meter geschrumpft. Laut Parkleiter Claudius Wecke wurden nun mehr als 150 Kubikmeter Erde aufgeschüttet.

Zum Abschluss der Restaurierungsarbeiten wurde noch wilder Wein auf dem Hügel gepflanzt. Der Wein überstand bislang die Hitze und Trockenheit verhältnismäßig gut, wie Wecke sagt. Dennoch seien kleine Stellen an der Pyramide verbrannt.

Zur Rückgabe des Tumulus an die Öffentlichkeit werden am Sonntag um 17 Uhr unter anderen Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erwartet. Am selben Tag zeigt das Staatstheater Cottbus Teile des neuen Spielplans im Park.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau war ein leidenschaftlicher Gartengestalter mit erstaunlichen Ideen. Anregungen holte er sich unter anderem von seinen Orientreisen. Der von Pückler rund um das Schloss Branitz angelegte Landschaftsgarten ist rund 600 Hektar groß. Begonnen wurde mit den Arbeiten 1845. Dieses Jubiläum jährt sich zum 170. Mal. Eine offizielle Eröffnung des Parks gab es nicht. Pückler starb 1871. Neben der Seepyramide entstand noch eine weitere Erdpyramide in Ufernähe. Parkleiter Wecke schreibt in seinem neuen Buch mit dem Titel »... mein Tumulus wird bleiben, solange die Erde steht« über die Geschichte und Restaurierung der Pyramide: »Keine Architektur repräsentiert die Unvergänglichkeit so gut wie eine Pyramide, sie wurde für Pückler daher zum idealen Begräbnisort. Wie die ägyptischen Pharaonen wollte der Lausitzer ›Gartenpharao‹ mit den Pyramiden wohl dem Himmel näher sein und der Nachwelt ein bleibendes Bauwerk hinterlassen. Gerade aus der Sicht eines kinderlosen Aristokraten dürfte dies durchaus wichtig erschienen sein.« dpa

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!