Werbung

Yzer in Spendierlaune

Erstes Teil der neuen Süd-Ost-Brücke montiert

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: 3 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin bekommt eine neue Brücke über die Spree. Das Verbindungsteil zwischen den Ufern in Nieder- und Oberschöneweide wurde am Mittwoch aufgesetzt.

Selten dürfte sich Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) in derartiger Spendierlaune präsentiert haben. In Zeiten, in denen Bauvorhaben der Hauptstadt vor allem aufgrund ihrer Verzögerung in den Schlagzeilen verweilen, lernt die studierte Rechtsanwältin es umso mehr zu lieben, wenn ein Plan funktioniert.

Im Bezirk Treptow-Köpenick hatte sie am Mittwoch die Gelegenheit, der an der Baustelle auf Höhe der Marggraffbrücke versammelten Presse ein erfolgreich begonnenes Projekt zu präsentieren. Um den Verkehr in Nieder- und Oberschöneweide zu entlasten, werde eine neue Brücke über die Spree die Süd-Ost-Verbindung ergänzen. »Wir haben«, sagte Yzer, »den Bau mit einer Summe von 44 Millionen Euro aus Mitteln der Regionalen Wirtschaftsförderung unterstützt«. Wenn sie sich die Baustelle nun ansehe, so Yzer, »dann kann ich nur sagen: immer wieder gerne«.

Mit der Brücke zwischen Rummelsburger Straße und Köpenicker Landstraße sei man im Plan, ergänzte Arne Huhn. Der Ingenieur leitet seit 2011 das Referat der Senatsverwaltung für die Ausführung von Ingenieurbauwerken und führte den Medientross auf einen kleinen Hügel, der eine ideale Aussicht auf das 231 Meter lange Brückenteil bot. Dabei handelt es sich um eine 2000 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, die die ab November einzusetzenden Fahrbahnplatten tragen wird. »Auf der einen Seite«, erklärte Huhn, »steht das Bauteil auf 24 Einzelfahrzeugen mit zahlreichen Achsen, die es ermöglichen, große Lasten zu tragen und zu manövrieren«. Dieses Stromfeld werde schließlich 157 Meter über der Spree hängen. Es handele sich um den ersten Brückenüberbau des Neubaus, der hier über den Fluss geschoben und auf die bereits fertiggestellten Lagerpunkte aufgelegt werde: »Mit den anschließenden Vorlandbrücken wird die Brücke am Ende eine Länge von 420 Metern aufweisen.«

Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) zeigte sich mit der Senatorin auf dem Hügel in einträchtiger Freude: »Die neue Brücke ist ein Meilenstein für unseren Bezirk. Mit zwei Fahrspuren pro Richtung sowie Geh- und Radweg wird sie die stauträchtigen Routen entlasten.« Insbesondere in der Edisonstraße in Oberschöneweide sei die Verkehrsbelastung hoch, sodass dort ein »dramatischer Leerstand« herrsche, weil gutes Wohnen derzeit nicht möglich sei. Das werde sich nun ändern, denn »die Autofahrer werden schnell diese neue Möglichkeit für sich entdecken«. Über die Brücke soll künftig auch Wirtschaftsverkehr nach Adlershof fließen. Zudem bindet sie den künftigen Hauptstadtflughafen an die östlichen Stadtteile an. Ob der BER allerdings, wie aktuell geplant, zeitgleich mit der Brücke fertig wird, darüber beliebte Yzer selbst an diesem für sie freudigen Morgen lieber nicht zu scherzen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen