Jüdische Siedler im Wechselbad der Worte Rivlins

Israels Präsident konzediert »historisches Recht« und fordert zugleich das Bemühen um Koexistenz

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Israels Präsident Reuven Rivlin hat Israels Siedlungen im Westjordanland als »historisches Recht« bezeichnet. Zugleich kanzelte er die Siedlerbewegung ab: Sie müsse sich mehr um Koexistenz bemühen.

Es sind Worte, die Israels Siedlerbewegung normalerweise gerne hört. »Wir dürfen niemandem das Gefühl geben, dass wir auch nur den kleinsten Zweifel an unserem Recht an diesem Land haben,« sagte Präsident Reuven Rivlin bei einem Treffen mit hochrangigen Siedlervertretern. »Für mich ist die Besiedlung des Landes Israel ein Ausdruck dieses Rechts, unseres historischen Rechts, unseres nationalen Rechts.«

Selten hatten die national-religiösen Siedler solch deutliche Worte von einem so hochrangigen Vertreter des Staates zu hören bekommen. Traditionell werden die Siedlungen zwar von der Regierung finanziell unterstützt und ausgebaut. Doch mit allzu offensichtlichen Solidaritätsbekundungen halten sich Präsident und Premierminister stark zurück. Und kaum etwas wünscht sich die trotz ihrer Macht in der öffentlichen Wahrnehmung eher am Rande stehende Siedlerbewegung mehr: als Teil Israels anerkannt zu werden.

Doch die freudigen Gesicht...


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