Bausewein für weniger Flüchtlinge an Schulen

Erfurts OB steht wegen Offenem Brief in der Kritik

  • Von Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit den steigenden Asylbewerberzahlen kommen immer neue Vorschläge zur Entlastung der Kommunen auf den Tisch. Jetzt sorgt Thüringens SPD-Chef mit einem Vorstoß für Aufregung.

Ziemlich versteckt auf der Website des Erfurt Rathauses veröffentlicht der Bürgermeister der Stadt gelegentlich eine kleine Kolumne zum Stadtgeschehen. »Für ein weltoffenes und tolerantes Erfurt«, heißt der aktuellste Eintrag. Andreas Bausewein, der gleichzeitig auch der Vorsitzende der Thüringer SPD ist, wünscht sich dort Solidarität »mit allen Menschen anderer Herkunft, die in Erfurt verweilen oder ihre neue Heimat gefunden haben!«

Was Bausewein allerdings am Dienstag veröffentlichte, klingt nicht sehr solidarisch. In einem Offenen Brief zur Flüchtlingspolitik hat er sich an Kanzlerin Angela Merkel und den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linkspartei) gewandt: »Die zunehmende Anzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge stellt eine außerordentliche Belastung ... dar.« Es gelte Ausschreitungen wie in Heidenau zu verhindern. So weit, so floskelhaft. Was dann folgt, könnte allerdings auch aus dem Forderungskatalog von Pegida st...

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