»Das war versuchter Mord«

Anschlag auf Flüchtlingsheim in Niedersachsen / Auch in Aue brannte es in einer Asylbewerberunterkunft

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die jüngsten Angriffe auf Asylbewerber haben eine neue Dimension erreicht: Unbekannte verübten am Freitag bei Hameln einen Brandanschlag auf ein bewohntes Flüchtlingsheim.

Die Serie von Anschlägen auf Flüchtlingswohnheime und gewalttätigen Angriffen auf Ausländer reißt nicht ab. Im niedersächsischen Salzhemmendorf schleuderten Unbekannte in der Nacht zum Freitag einen Brandsatz durch ein geschlossenes Fenster im Erdgeschoss einer früheren Schule, in der zurzeit Flüchtlinge untergebracht sind. In Aue im Erzgebirge brannte es ebenfalls in einer Asylbewerberunterkunft. In weiteren Städten wurden Asylbewerber einzeln auf der Straße angegriffen.

Mitten in der Nacht, kurz nach zwei Uhr, war bei der Feuerwehr des Kreises Hameln-Pyrmont in Niedersachsen ein Notruf eingegangen, wenige Minuten später waren die ersten Löschfahrzeuge vor Ort: Aus dem ehemaligen Schulgebäude in der Salzhemmendorfer Hauptstraße drang dicker Qualm. Mit schwerem Atemschutz retten die Feuerwehrleute etwa 40 Menschen aus dem Gebäude. Unter ihnen ist auch eine 34-jährige Frau aus Simbabwe mit ihren vier, zehn und elf Jahre alten Kindern. D...


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