Die Kunst des Sterbens

Hirnforscher Sacks tot

  • Von Afra Gallati und Teresa Dapp
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es war ein angekündigter Tod. Mit überwältigender Offenheit schrieb Oliver Sacks vor kurzem über das Sterben. Der Tod sei «nicht länger ein abstraktes Konzept», schrieb er in der «New York Times», sondern «eine Gegenwart - eine allzu nahe, nicht zu verneinende Gegenwart». Am Sonntag starb Sacks in New York, wie die «New York Times» unter Berufung auf Kate Edgar, Sacks’ langjährige persönliche Mitarbeiterin, berichtete.

Anfang des Jahres hatte der Hirnforscher erfahren, dass seine Leber von Metastasen befallen war, neun Jahre, nachdem man ihm einen Tumor am Auge entfernt hatte. Seinen 82. Geburtstag am 9. Juli habe er noch «mit Stil» feiern können, schrieb er. Seinen 83. Geburtstag erlebt er - wie er erwartet hatte - nicht mehr. Der britische «Guardian» befand, Oliver Sacks habe die Menschen «die Kunst des Sterbens» gelehrt.

Sacks war blind auf dem behandelten Auge und brauchte einen Stock zum Gehen. Doch der...


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