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Jamel: Lohmeyer-Rockfestival wurde zur Solidaritätsveranstaltung für die Gastgeber / Campino sang für »die auf der anderen Straßenseite«

  • Von Dieter Hanisch, Jamel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das jährliche Rockfestival in Jamel gestaltete sich am Wochenende zum Fest der Solidarität mit dem Künstlerehepaar Lohmeyer, das sich gegen die Naziszene des Ortes wehrt.

Mut und Zivilcourage benötigen Unterstützung. Was das heißt, hat zwei Tage lang die 9. Auflage des Festivals »Rock den Förster« auf dem Forsthof des Ehepaares Birgit und Horst Lohmeyer in Jamel gezeigt - jenes Mini-Dorf nahe Wismar, das seit über zwei Jahrzehnten von Bewohnern aus der rechten Szene dominiert wird und wo vor zwei Wochen ein Brandanschlag die Lohmeyer-Scheune bis auf die Grundmauern niederbrennen ließ. Als Überraschungsband rutschen am Samstagabend noch »Die Toten Hosen« ins Rock-Programm. Auf der gegenüberliegenden Seite des Festivalgeländes versammelten sich derweil rund 50 Neonazis.

Nach dem Ende des Festivals für Demokratie und Toleranz sieht man in erschöpfte, aber zufriedene Gesichter beim Künstlerpaar Lohmeyer. Als sich die Nachricht des überraschenden Festival-Headliners im Laufe des Samstagnachmittag herumgesprochen und die Düsseldorfer Rockband um Sänger Campino den Spontanauftritt in Jamel selbst im Inter...


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