Martin Kröger 01.09.2015 / Berlin / Brandenburg

»Baustellen-Buschfunk« am BER

Protokolle zeigen bizarren Umgang am Flughafen / Eröffnungstermin 2017 wankt

Durch die Imtech-Pleite gerät die Fertigstellung des Großflughafens BER weiter in Verzug. Wie Ingenieure und Firmen miteinander umgehen, zeigen interne Besprechungsprotokolle.

Der Schriftverkehr ist ein Hinweis auf eine Mauer des Schweigens, die offenbar auf der Flughafenbaustelle BER in Schönefeld existiert. Die zuständige Objektüberwachung war über einen Unfall Ende Juni zumindest nicht im Bilde. »Wir haben leider erst gestern Nachmittag durch Dritte und den ›Baustellen-Buschfunk‹ erfahren, dass es am 29. Juni 2015 zu einem Elektrounfall mit Personenschaden durch Lichtbogeneinwirkungen gekommen ist«, heißt es in einem Schreiben der Firma »BIB Brendel Ingenieure GmbH« vom 30. Juni dieses Jahres an die Firma »Imtech Deutschland GmbH«. Das interne Schreiben liegt »neues deutschland« vor. Demnach brauchte es damals in den Folgetagen quasi eines Machtwortes der Projektüberwachung, bevor die inzwischen pleitegegangene Imtech entsprechend reagierte. »Gemäß unserer Architektenvollmacht ordnen wir hiermit an, kompetente und aussagekräftige Mitarbeiter ihres Gewerkes« zu entsenden, heißt es in einem weiteren Brief. Gegenüber dem »Tagesspiegel« verwies die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) darauf, dass der Unfall keinerlei Auswirkungen auf den Flughafenbetrieb habe. »Gefahr im Verzug« bestehe nicht, heißt es auch in den Unterlagen.

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