Mit dem Auto nach Budapest und zurück

Ein Mann aus Ostbrandenburg und seine Lebensgefährtin wollen helfen und Flüchtlinge privat abholen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

An diesem Sonnabend beginnt ein Experiment - ein Hilfstransport für Flüchtlinge aus Ungarn nach Eisenhüttenstadt auf eigene Faust. Die LINKE lehnt derweil eine Aushöhlung des Asylrechts ab.

Ein Paar aus Ostbrandenburg hat beschlossen, nicht tatenlos im Fernsehen anzuschauen, was sich an dem Bahnhof in Budapest abspielt, an dem Flüchtlinge auf eine Weiterreise nach Deutschland hoffen. Das Paar will an diesem Sonnabend mit einem Kleinbus nach Ungarn aufbrechen, dort mehrere Menschen einsammeln, bevorzugt Eltern mit Kindern, und sie zur Erstaufnahmestelle des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt bringen.

»Ich kenne mich ganz gut aus in Budapest, ich bin zu DDR-Zeiten 18 Mal dort gewesen«, sagt der Mann, der sich in seinem Heimatort bereits in einem Verein engagiert, der Flüchtlinge willkommen heißt. Ob der Mann mit seiner Hilfsaktion von der Polizei als Schleuser angesehen wird und sich strafbar macht, hat er vorher nur kurz überlegt. »Aber das ist nebensächlich«, meint er. Das Pärchen möchte einfach nur helfen und selbstverständlich kein Geld von den Flüchtlingen nehmen, wie es habsüchtige Schleuser mit krimineller E...


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