IFA soll smarten Uhren zum Erfolg verhelfen

Bisherige Ladenhüter ein Schwerpunkt der Messe

Berlin. Die Elektronikmesse IFA in Berlin ist am Freitag offiziell für das Publikum geöffnet worden. Bis Mittwoch kommender Woche präsentieren 1645 Aussteller Neuheiten bei Fernsehern, Haushaltsgeräten sowie Computern.

Zu den IFA-Schwerpunkten gehören in diesem Jahr der vernetzte Haushalt sowie Technik, die man direkt am Körper trägt - die sogenannten Wearables wie smarte Ihren, Fitness-Tracker und Datenbrillen. Bislang war deren Markt noch weit entfernt davon, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Zahlreiche Hersteller wie Samsung, Huawei, LG, Lenovo oder Asus präsentieren die neusten Modelle. Der Fokus liegt oft auf Design, Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und Hobby-Sportlern als Zielgruppe. Richtigen Schwung ins Geschäft brachte seit April die Apple Watch. Nach Berechnungen der Analysefirma IDC setzte Apple im zweiten Quartal 3,6 Millionen Geräte ab, Samsung verkaufte in dem Zeitraum 600 000 Stück seiner Gear-Modelle.

Wer das Rennen letztlich macht, bleibt abzuwarten. Entscheidend dürfte sein, wie einfach die Uhren zu bedienen sind, wie viel Zusatznutzen sie im Alltag tatsächlich bieten. Und mit welchen Smartphones die Uhren Kontakt aufnehmen können. Zu den Multiplikatoren könnten nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom Krankenkassen gehören. Nach dessen Erhebungen haben allerdings 30 Prozent der potenziellen Nutzer von Smartwatches oder Fitness-Trackern Angst vor Datenmissbrauch.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rief bei der IFA-Eröffnungsgala am Donnerstagabend zu einer angstfreien Diskussion über Chancen und Risiken der Digitalisierung auf. »Wir müssen eine positive Debatte darüber führen, nicht angstbesetzt, nicht ablehnend, nicht zurückhaltend. Ich finde, es sind riesige Chancen, ich bin sicher, dass wir sie in Deutschland und Europa gut nutzen können«, so Gabriel. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung