Katzer versus Bach

Randfestspiele in Zepernick

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Sonntag in Zepernick: Konzertnachmittag in der St. Annen Kirche mit dem Sonar Quartett, Thomas Noll und Josefine Horn stehen an der Orgel, Johannes Bauer mit seiner Posaune bereit, desgleichen Andre Bartetzki an der Elektronik. Überraschend die Abfolge. Bachs Contrapunctus 3 aus der »Kunst der Fuge«, Antik- und Zukunftsmusik in einem, erklingt zu Beginn in einer zauberhaften Quartettfassung. Dem folgt Helmut Zapfs unerhört inspiriertes 1. Streichquartett. Hernach mehr oder minder geglückte Orgelstücke von Martin Daske und Ralf Hoyer. Johannes Bauer setzt sodann Posaunentöne so ohrenbetäubend wütend in den Raum, als würde das Drama der einstürzenden Mauern von Jericho die Kirche wanken machen. Zwei weitere Contrapuncti stehen zwischen kompositorischen Gegenwartsphantasien. Zuletzt das 1. Streichquartett des seit Januar 80-jährigen Georg Katzer, dessen langsamer Satz aus der B-A-C-H-Motivik maximalen variativen Gewinn schlägt. Katzer ver...


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