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Namen Kriegsgefangener im Internet

Neubrandenburg. Die Stadt Neubrandenburg hat die Namen von 5549 Opfern des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Fünfeichen auf ihre Internetseite gestellt. Damit könnten Angehörige der Toten gedenken, ohne extra nach Neubrandenburg kommen zu müssen, erklärte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag. Fünfeichen war laut Stadtarchiv das erste Gefangenenlager der Wehrmacht im damaligen Mecklenburg und Pommern. Bis 1945 waren dort rund 120 000 Kriegsgefangene aus elf Nationen eingesperrt, die unter anderem Zwangsarbeit verrichten mussten. Die Toten, die damals anonym begraben wurden, kamen zu einem Großteil aus der Sowjetunion sowie aus Polen, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Italien, der Slowakei, Großbritannien, den USA und Jugoslawien. Ihre Namen waren erst durch jahrelange Forschung in Archiven ermittelt worden. dpa/nd

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