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Ein Licht, das »verstand«

Michael Cunningham taucht ein tristes New York in märchenhaften Schimmer

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Schneekönigin - der Titel des Romans stammt aus einem Song, den Tyler für seine krebskranke Geliebte Beth schreiben will. Wir befinden uns in einer schäbigen Wohnung im schäbigen New Yorker Stadtteil Bushwick. Dort hat sich auch Tylers jüngerer Bruder Barrett einquartiert, denn er ist knapp bei Kasse und wieder einmal von einem Freund verlassen ... Niedergeschlagen ist Barrett, als er zu Beginn des Romans an einem Winterabend den Central Park durchquert. Zu seinen Füßen eine Pfütze und das weggeworfene Papier eines Schokoriegels, doch als er den Kopf hebt, sieht er über sich ein »blasses, türkisblaues Licht«. Es stand tiefer als die Sterne und breitete sich langsam über die Baumwipfel aus. Während Barrett noch über die Ursache der Erscheinung nachdachte, wusste er plötzlich »mit Sicherheit, dass das Licht, zu dem er hinaufsah, auf ihn heruntersah. Nein. Es sah nicht. Es verstand.«

Auf dieses Sehnsuchtsgefühl hat Michael Cunnin...


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