Kiew zwischen Krise und Krieg

Eine europäische Hauptstadt – 
nur auf den ersten Blick wie jede andere

  • Von Denis Trubetskoy
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die Hochburg der Maidan-Revolution scheint im Herbst 2015 eine typische europäische Hauptstadt zu sein. Dieser Eindruck täuscht. Denn Kiew ist die Hauptstadt eines Landes mitten im Krieg.

Ein ganz normaler Tag in einem Straßencafé im Zentrum von Kiew. Anzugträger gehen vor dem nächsten Meeting noch schnell essen. Touristen wollen einen Kaffee trinken. Die Sonne scheint, alle freuen sich auf das bevorstehende Wochenende. Banale Alltagsszenen - nur auf den ersten Blick. Der Alltag der ukrainischen Hauptstadt ist viel komplexer.

Im gleichen Café sitzen zwei Journalisten, die wild gestikulierend miteinander streiten. Es geht um die Wirtschaftspolitik der Regierung von Arseni Jazenjuk, aber auch um mehr: »Gut, dass ich immer noch in Donezk angemeldet bin. Da bin ich für die Militärbehörden unsichtbar.« Zur Armee will er nicht - wie viele andere Ukrainer. Der Plan der letzten Welle der Mobilmachung sei nur mit 60 Prozent erfüllt worden, verbreitet der ukrainische Generalstab. Tatsächlich sehen die Zahlen noch viel schlechter aus.

In einem Café gegenüber sitzen Soldaten der ukrainischen Armee. Für sie ist der blutige...

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