Kunst zwischen Elbe und Neiße

»30 Jahre Kunstsammlung Lausitz« - eine Jubiläumsausstellung in Senftenberg

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Gegenüber der mächtigen Sogwirkung von »Elbflorenz« und »Spreeathen« bot die märkische »Streusandbüchse«, das Land zwischen Elbe und Neiße, Künstlern seit jeher wenig Anreiz, sich hier niederzulassen. Man kam aus der Lausitz - ihr bedeutendster Maler ist der in Cottbus geborene Carl Blechen geblieben - und man ging in die Lausitz, wie der Hamburger Carl Lohse, der hier in aller Zurückgezogenheit aus dem Geist eines erneuerten Expressionismus wirkte und erst nach seinem Tode international entdeckt wurde. Auch der »akademische Naive« Fritz Tröger zog sich in den 30er Jahren in einer Art innerer Emigration aus Dresden nach Laske bei Kamenz zurück. Aber auch das Holzschnittwerk des Berliner Grafikers Herbert Tucholski greift immer wieder auf Lausitzer Motive zurück.

In den 1950er/1960er Jahren kamen Heinz Sieger, Günther Friedrich, Dieter Dreßler, Ernst Sauer oder Heinz Mamat direkt von der Dresdner Hochschule in die Lausitz. In dem D...


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