Auftragsmord per Giftspritze

Rund 40 Prozent des Korallenrückgangs vor Australien gehen auf das Konto des Dornenkronenseesterns. Australische Forscher wollen Roboter gegen die Seesterne einsetzen. Von Barbara Barkhausen , Sydney

  • Von Barbara Barkhausen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Er sieht aus wie ein knallgelbes Miniatur-U-Boot, doch hinter dem spielerischen Aussehen des neuen australischen Roboters versteckt sich eine Art moderner Auftragskiller. Seine Opfer sind jedoch auch ziemlich mörderisch: Die Dornenkronenseesterne ernähren sich von Korallen und haben selber verhältnismäßig wenig Fressfeinde.

Neben Stürmen, Klimawandel, Hafenerweiterungen und Abwässern aus der Landwirtschaft ist der Dornenkronenseestern eine der größten Gefahren für die Korallen des Great Barrier Reefs. Seesternplagen brechen etwa alle 17 Jahre aus, seit den 1960er Jahren wurden vier solcher Plagen am Riff dokumentiert. Die letzte startete 2010 und ist nach wie vor nicht unter Kontrolle, denn die Seesterne vermehren sich rasant. Während der warmen Sommermonate zwischen Oktober und Februar können die weiblichen Tiere bis zu 65 Millionen Eier legen. Erwachsene Tiere fressen in einem Jahr bis zu zehn Quadratmeter an Korallen ab, so das...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.