Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

López ist politisch verantwortlich

Martin Ling über die Verurteilung eines venezolanischen Oppositionsführers

Das Urteil in erster Instanz ist hart: Fast 14 Jahre Haft für Leopoldo López, Venezuelas radikalen Oppositionsführer. Der Gegenstand der Anklage war ernst: Rädelsführerschaft bei den Protesten gegen die venezolanische Regierung im Frühjahr 2014. Landesweit kamen dabei 43 Menschen ums Leben, darunter mindestens acht Polizisten und Soldaten, die Zahl der Verletzten wird auf über 600 beziffert.

Fakt ist, dass López zu Protesten gegen die Regierung aufgerufen hat. Fakt ist, dass López keinen Hehl daraus macht, dass ihm an dem Sturz der Regierung mit allen Mitteln gelegen ist. Und dass Teile der Opposition, zu denen López zählt, solchen Ansagen auch Taten folgen lassen, weiß in Venezuela jedes Kind. Dem Putschversuch gegen Hugo Chávez 2002 folgte der Erdölstreik zur Jahreswende 2002/2003 auf dem Fuß. Erst danach konnte Chávez seine Macht konsolidieren. Sein Nachfolger Nicolás Maduro konnte sich bei den Wahlen 2013 nur knapp behaupten. López wollte sich 2014 als neuer Oppositionsführer anstelle von Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles profilieren. Auf eine demokratische Auseinandersetzung mit Maduro verzichtete er. Dabei ermöglicht die Verfassung ab 2016 ein Abwahlreferendum. Ob López juristisch für die Geschehnisse verantwortlich zu machen ist, dürfte umstritten sein. Politisch ist er es an erster Stelle.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln