«Berlin ist Bezugspunkt für die ganze Nation»

Politik und Wirtschaft diskutieren: Die Hauptstadt als Eventmaschine oder progressives Experimentierfeld?

  • Von Josephine Schulz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Jedes Jahr kommen rund 40 000 Menschen neu nach Berlin. Dem Einen wird es langsam zu voll. Anderen können gar nicht genug vom Hype haben. Eine Diskussion über die Rolle der Hauptstadt.

«Ich will nicht nach Berlin» singt die Rockband Kraftclub in einem ihrer Lieder. Zu viele Jutebeutel, Undercuts und Café Latte mit Sojamilch. Damit stehen die Musiker ziemlich allein auf weiter Flur. Denn auch, wenn manch einen der Hype um die Stadt gelegentlich nerven mag, eigentlich wollen alle nach Berlin, vom Studenten über den Backpacker bis zum Start-up-Gründer.

Der Stiftung «Zukunft Berlin» reicht das noch nicht. Berlin müsse stärker zu seiner Hauptstadtfunktion stehen und diese auch wahrnehmen, sagt der Vorsitzende Volker Hassemer. Was genau das bedeuten soll, hat die Stiftung in einem Diskussionspapier niedergeschrieben. Dort heißt es unter anderem: «Die deutsche Hauptstadt dient der ganzen Nation und sie ist zugleich Bezugspunkt für das Außenbild der ganzen Nation.» In weniger staatstragenden Worten: Berlin soll sich weniger mit sich selbst beschäftigen und mehr an sein...


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