Atze-Theater vor dem Aus?

Keinem der Berliner Kinder- und Jugendtheater spricht der Haushaltsentwurf 2016/17 eine Erhöhung der Grundfinanzierung zu. Das Weddinger Atze-Musiktheater sieht sein Fortbestehen deshalb gefährdet. Wie Theaterleiter Thomas Suter am Freitag in einer Stellungnahme mitteilte, würde das Haus alleine zur Deckung der Kosten für die Sozialversicherungspflicht der Schauspieler 167 000 Euro mehr benötigen. Zudem lägen die Gehälter der Mitarbeiter deutlich unter Tarif. Er selbst übe seine Tätigkeiten als Geschäftsführer, Verwaltungsleiter und künstlerischer Leiter in einem Mini-Job aus. Insgesamt beziffert Suter den Mehrbedarf des Theaters auf 682 000 Euro. Bei einem Gespräch mit den kulturpolitischen Sprechern der Regierungsparteien sei ihm zwar signalisiert worden, dass man über »den Fall Atze« erneut nachdenken wolle, mehr als »eine kleine Summe« aber kaum bereitstellen könne. Sollte es dabei bleiben, würde dem Haus 2016 das Aus drohen. nd

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