Bis die Leere gefährlich nahte

Eine exquisite Schau ist Piet Mondrian, dem Pionier der abstrakten Kunst, im Martin-Gropius-Bau gewidmet

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Piet Mondrian hielt die Kunst nicht für einen Selbstzweck, sondern für ein Mittel zum Ziel der geistigen Klarheit. Alle seine Bilder behandeln auf verschiedenen Ebenen ein und dasselbe Thema: die Befreiung des Wesentlichen vom Nebensächlichen und Zufälligen. Sie wollen feststellen, was in seiner - und des Betrachters - Erfahrung der Wirklichkeit wichtig und was unwichtig ist. In Verbindung mit dem Kubismus ist Mondrians Entwicklung von der Natur hin zur Abstraktion eigentlich durchaus überzeugend. Den Gittermuster-Stil seiner reifen Jahre in Paris übernahm er nicht einfach aus dem Kubismus. Er ging weit über den Kubismus hinaus und gelangte zu jenem Stil seiner Bilder in den 1920er Jahren, die als Axiome konkreter gegenstandsfreier Kunst gelten können.

Das Gemeentemuseum Den Haag, das den weltweit größten musealen Mondrian-Bestand ihr eigen nennt, zeigt im Martin-Gropius-Bau 50 Gemälde und Zeichnungen - auch eine ganze Reihe von Leihga...


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