Die Rückkehr der Mobilität

Kolumbiens Minenopfer erhalten auch dank eines Sachsen mehr orthopädische Hilfe

  • Von Knut Henkel, Bogotá
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Prothesen, Gehhilfen und orthopädische Artikel sind in Kolumbien nur schwer in guter Qualität zu bekommen. Ein Spezialist aus Sachsen hat seinen Anteil daran, dass sich die Situation verbessert hat.

Luis Carlos Muñoz Baltrán krempelt langsam die weiße Hose hoch. Stück für Stück kommt ein funkelndes Stück Edelmetall zum Vorschein, das in dem grauen Turnschuh verschwindet, den der 26-jährige Polizeioffizier heute trägt. Oberhalb des Knies wurde dem stämmigen Mann mit dem Bürstenschnitt der Unterschenkel amputiert. »Dafür waren die Paramilitärs verantwortlich. Sie haben uns in einen Hinterhalt bei Villavicencia gelockt und dort bin ich auf der Flucht vor den Kugeln auf eine Mine getreten«, erklärt der Mann, der in einer weißen Uniform steckt. Die weist ihn als Mitarbeiter der staatlichen Berufsschule Sena aus, die ein Ausbildungszentrum für Orthopädietechniker und andere Ausbildungsberufe im Gesundheitsbereich im Herzen von Bogotá betreibt - im Stadtteil Paloquemao.

Seit einem Jahr ist Luis Carlos Muñoz Baltrán dabei. Er will helfen, Kollegen, aber auch zivile Opfer von Minen besser zu versorgen. »Genaue Diagnostik, saubere Abdr...


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