Die Neuerfindung der Opposition

Gebhardt bleibt Landeschef der LINKEN in Sachsen / Konflikte um Strategie beigelegt

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Rico Gebhardt führt weitere zwei Jahre die LINKE in Sachsen. Er will nun dafür sorgen, dass die Partei ihre Oppositionspolitik neu erfindet - auch als Folge aus jüngsten Wahlschlappen.

Er habe »tatsächlich noch Lust« auf den Landesvorsitz, sagte Rico Gebhardt - und seine Genossen lassen ihn gewähren: Der 52-Jährige wurde auf einem Parteitag in Neukieritzsch mit 78,3 Prozent als Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen bestätigt. Er führt den Landesverband seit 2009. Bei drei vorangegangenen Wahlen erzielte er nur einmal ein marginal besseres Ergebnis. Vor zwei Jahren war Gebhardt, nachdem er 2012 auch die Führung der Landtagsfraktion übernommen hatte, nur auf 69,4 Prozent gekommen.

Das Ergebnis ist um so bemerkenswerter, als es seit der Landtagswahl 2014 im Landesverband eine rege Kontroverse um die strategische Ausrichtung gibt, die auch den Parteitag beschäftigte. Bei der Wahl war die LINKE auf 18,9 Prozent abgerutscht und hatte rund 60 000 Zweitstimmen eingebüßt. Das sei »keine Glanzleistung« gewesen, räumte Gebhardt ein. Mehr als die Hälfte der Stimmen hat die Partei verloren, weil bisherige Wähler den Freis...


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