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Zwei Wochen vorher kam die »Liste«

Im Heimathafen tagt der Neuköllner Untersuchungsausschuss »Aktion N!«

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Neue Stolpersteine für verschleppte und ermordete Juden soll es in Neukölln geben. Das wurde im Heimathafen beschlossen - dort, wo der NS-Untersuchungsausschuss »Aktion N!« tagt. Nach ihm benannt ist die Inszenierung von Stefanie Aehnelt, in der eine Neuköllner Gruppe auf Spurensuche nach Schuld und Schulden unterwegs ist. Ein Euro pro Eintrittskarte wird für die Stolpersteine gespendet.

Wer das Dokumentartheater ansieht, sitzt am Tatort. Denn hier im Saal wurde 1942 Hab und Gut enteigneter jüdischer Menschen gestapelt und versteigert, von denen man sagte, sie seien umgesiedelt worden. Abgeschoben. Der Klang des heute allgegenwärtigen Wortes fährt einem in die Knochen. Zwei Neuköllner Trödler waren beauftragt, Wohnungen zu räumen und das Inventar unter die Leute zu bringen. Ehemalige Nachbarn der einstigen Besitzer konnten darum feilschen. Über den »Verkauf aus nicht arischem Besitz« im damaligen städtischen Saalbau Neukölln informiert ...


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