Gronau statt Gorleben

Anti-Atom-Aktivisten verfolgen Urantransporte

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Anti-AKW-Bewegung war in Deutschland enorm erfolgreich. Als die seinerzeit noch atomselige SPD in den 1970er Jahren Deutschland mit AKWs regelrecht zupflastern wollte, verhinderten teils militante Proteste Dutzende nukleare Bauprojekte. Gleichwohl begeht die Bewegung fortgesetzt einen schweren strategischen Fehler: Sie agiert am Ende der Brennstoffkette und verzögert mit Massenaktionen Transport und Einlagerung von Atommüll, statt am Anfang der Brennstoffkette aktiv zu werden. Also dort, wo uranhaltige Verbindungen durch Europa transportiert, angereichert und schließlich zu Brennelementen verarbeitet werden, ohne die AKWs nicht betrieben werden können.

Von Namibia nach Osteuropa, via Hamburg nach Südfrankreich, von dort ins Münster-, dann ins Emsland, teils aber auch zurück nach Frankreich und dann wieder ins Münsterland: Die typische Transportkette für Natururan, seiner Zwischen- und Abfallprodukte ist so global wie gefährlic...


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