Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Sachsen tendiert weiter nach rechts

Umfrage zeigt Rechtspartei AfD so stark wie SPD, CDU mit leichten Verlusten vorn / Rot-Rot-Grün zusammen schwächer als die Union

Berlin. Ein Jahr nach der Landtagswahl in Sachsen tendieren die Wähler in dem Bundesland laut einer aktuellen Umfrage für den MDR nach rechts: Die neonazistische NPD erreicht fünf Prozent, die Rechtspartei AfD kommt auf 13 Prozent - das ist so viel, wie auch die SPD erreicht. Die CDU von Ministerpräsident Stanislav Tillich hat gegenüber dem Wahlergebnis vom August 2014 leicht an Zustimmung eingebüßt, steht mit 38 Prozent aber immer noch klar vorn.

Damit würde die schwarz-rote Landesregierung auf eine absolute Mehrheit kommen. Eine alternative Mehrheit bleibt hingegen in weiter Ferne: Linkspartei (17 Prozent), SPD und Grüne (7 Prozent) kommen zusammen auf einen geringeren Umfragewert als die CDU allein.

Die von der Union geführte und in der Außenwahrnemung auch von ihr dominierte Landesregierung war wegen ihrer restriktiven Haltung gegenüber Flüchtlingen und dem nur zögerlichen Widerstand gegen rassistische Aufmärsche in die Kritik geraten. Die Hälfte der Befragten zeigte sich dennoch zufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition in Dresden - dies waren allerdings elf Prozentpunkte weniger als noch vor der Landtagswahl 2014.

Eine große Zahl der Sachsen gab zudem an, dass ihnen die Anzahl der neuen Flüchtlinge eher Angst macht. 60 Prozent äußerten sich so, das ist laut MDR weit mehr als der bundesdeutsche Durchschnitt, hier liegt die Zahl derer, die Angst vor Flüchtlingen geltend machen, bei 38 Prozent. In Sachsen liegt auch der Schwerpunkt asylfeindlicher und rassistischer Aufmärsche. 81 Prozent der Befragten stimmten in der Umfrage aber dem Satz zu: »Ich schäme mich für die gewalttätigen Proteste gegen Flüchtlinge.« 44 Prozent wollen sich auch vor Ort für die Schutzsuchenden engagieren. Eine ebenso große Zahl lehnt indes die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ab.

Wie die Umfrage zeigt, stehen die Aussagen über Flüchtlinge und Asylpolitik in engem Zusammenhang mit dem Bildungsabschluss. Von den Befragten mit Abitur oder Fachhochschulreife sagten 38 Prozent, ihnen mache die Zuwanderung von Asylsuchenden eher Angst. Unter Befragten mit Mittlerer Reife lag der Anteil bei 66 Prozent, bei Befragten mit Volks- oder Hauptschulabschluss sogar bei 71 Prozent. nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln