Retourkutschen sind tückisch

Rainer Rupp über »Able Archer«, seine Arbeit im NATO-Headquarter, den Syrien-Krieg und den Konflikt mit Russland

Er war Anfang der 1990er Jahre der meistgesuchte Mann, der damalige Bundesanwalt sprach von der »größten Suchaktion der Dienste in der Nachkriegszeit«. Rainer Rupp, der unter dem Decknamen »Topas« für die HVA der DDR hochbrisante Informationen aus dem Hauptquartier der NATO in Brüssel lieferte, wurde 1993 verhaftet und vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu zwölf Jahren Haft verurteilt; er kam im Jahr 2000 frei. Mit dem Superspion, der am kommenden Montag 70 wird, sprach Karlen Vesper.

Rainer Rupp lieferte unter dem Decknamen »Topas« für die HVA der DDR hochbrisante Informationen aus dem Hauptquartier der NATO in Brüssel.

Herr Rupp, drohte 1983 wirklich ein Dritter Weltkrieg? Und waren es tatsächlich Sie, der ihn verhinderte?
Das habe ich nie gesagt, und werde ich auch nie behaupten. So vermessen bin ich nicht. Ich kann dazu nur andere zitieren. Milton Bearden, ehemaliger Chef der CIA-Abteilung für die Sowjetunion und Osteuropa, ist davon überzeugt und äußerte dies auch öffentlich, so auf der Internationalen Spionagekonferenz am 7. Mai 2004 in Berlin. Auch Benjamin Fisher, langjähriger Mitarbeiter und Chefhistoriker des CIA, ist dieser Ansicht. Ebenso würdigte Vojtech Mastny, Professor für Strategie an der Kriegsakademie der US-Marine, in seiner Schrift »Did East German Spies Prevent a Nuclear War?« meine Rolle in der Krise 1983. Ähnliches kann man in Publikationen des »Parallel History Project on Cooperative Security« nachlesen, einem in Zürich ansässigen internationalen Forschungsprogramm zu Sicherheitsfragen, nicht nur während des Kalten Krieges. Un...

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