New Labour ist vorbei und Corbyn-Labour noch nicht verloren

Der neue britische Oppositionschef mit Problemen in der Fraktion, doch Punktgewinn bei den Gewerkschaften

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Hinterbänkler, Serienrebell und Kriegsgegner Jeremy Corbyn setzt sich in Großbritannien bei Labour gegen gestandene Ex-Minister klar durch.

Ein bärtiger 66-jähriger Gegner der Austeritätspolitik, der NATO-Mitgliedschaft und der britischen Atomwaffen als Oppositionschef - noch vor drei bis vier Wochen war das unvorstellbar. Wie reagieren Konservative, Labour-Parteifreunde und Presse auf den Neuen? Kann Corbyn die unter Thatcher nach rechts verschobenen Koordinaten der Politik wenden?

Bei den Tories war die Reaktion leicht vorauszusehen. Von Verteidigungsminister Michael Fallon angeführt, hieß es rechts unisono: Sicherheitsrisiko fürs Land, Terroristenfreund von Hamas und Hisbollah. Aber der milde, manchmal stockende Redner, der mit Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und weniger Ungleichheit Delegierte des Gewerkschaftsdachverbandes TUC von ihren Sitzen riss, besticht mehr durch Authentizität als durch Sprechblasen. Bei der parlamentarischen Fragestunde überraschte er Premier David Cameron mit Fragen, die ihm Wähler gemailt hatten.

Von Corbyn prallt die übertriebene Entr...

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