Werbung

1,67 Millionen Kinder müssen von Hartz leben

Jedes sechste Kind betroffen / In Bremen und Berlin sogar jedes dritte Kind auf staatliche Grundsicherung angewiesen - Tendenz steigend / Linkenpolitikerin Zimmermann: Bundesregierung tut zu wenig dagegen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Etwa jedes sechste Kind in der Bundesrepublik muss unter Bedingungen leben, die vom Hartz-Regime geprägt sind. Wie die »Saarbrücker Zeitung« berichtet, sind fast 1,67 Millionen Kinder im Alter zwischen Null und 15 Jahren auf staatliche Grundsicherung angewiesen. In den Stadtstaaten Bremen und Berlin ist sogar jedes dritte Kind betroffen. Nach den aktuell verfügbaren Zahlen waren demnach im April. Das waren rund 23.000 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Quote, also der Anteil der Hilfebedürftigen in dieser Altersgruppe liegt damit aktuell bei 15,7 Prozent. Das sind 0,7 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren.

Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine Datenübersicht der Bundesagentur für Arbeit, die die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, im Hinblick auf den Weltkindertag ausgewertet hat. »Genauer betrachtet geht es beim Thema Kinderarmut nicht unmittelbar um die Armut der Kinder, sondern um die Armut ihrer Eltern und deren Auswirkung auf die Kinder«, sagte Zimmermann. Leider sei es immer noch so, dass Kinder dass größte Armutsrisiko darstellten.

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. So liegen die Quoten der Kinder mit Hartz-IV-Bedarf in Berlin und Bremen bei 33,5 beziehungsweise 32,9 Prozent. In Bayern und Baden-Württemberg sind es dagegen nur 7,3 beziehungsweise 8,5 Prozent. »Die Bundesregierung muss endlich wirksame Schritte gegen Kinderarmut einleiten«, verlangte Zimmermann. Die sozialen Leistungen müssten Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!