Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Offenbar rechter Anschlag in Neuhardenberg

Autos von Flüchtlingsaktivisten brennen / Nazis und Rassisten pöbeln erneut aggressiv gegen Asylbewerber in Bischwofswerda / Hakenkreuze an Flüchtlingsunterkunft in Riedlingen

Update 14.15 Uhr: Moschee in Mögglingen beschmiert
Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Samstag die Fensterscheiben, die Hausfassade sowie den Bürgersteig vor einer Moschee im baden-württembergischen Mögglingen mit rassistischen und islamfeindlichen Parolen beschmiert. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Islamische Gemeinschaft Milli Görüs teilte am Samstag in Kerpen mit, die Moschee sei gezielt mit Hakenkreuzen und den Schriftzügen »Raus« beschmiert worden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen bestätigte dem epd den Vorfall.

Update 13.25 Uhr: Drei Autos in Neuhardenberg ausgebrannt
Der neueste Stand aus Neuhardenberg: Zwei Autos von Mitgliedern einer Flüchtlingsinitiative sind am Samstagmorgen in dem Ort in Märkisch-Oderland ausgebrannt. Ein danebenstehender Multivan wurde ebenfalls beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und kann einen rechtsradikalen Hintergrund nicht ausschließen, wie sie mitteilte. An Haustüren und Laternen in der Umgebung wurden außerdem Aufkleber »Flüchtlinge nicht willkommen« entdeckt, hieß es. Spezialermittler der Kripo haben die Arbeit aufgenommen. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf mehr als 30.000 Euro.

Update 12.15 Uhr: Hakenkreuze an Flüchtlingsunterkunft
Vor einer Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Riedlingen nahe Ulm sind in der Nacht Müllcontainer angezündet worden. Zugleich gab es neonazistische Schmierereien, wie die Polizei mitteilte. In der Asylunterkunft leben 47 Flüchtlinge aus Syrien. An der Wand des Hauses wurden Hakenkreuze und rassistische Parolen wie »Refugees fuck off« entdeckt.

Offenbar rechter Anschlag in Neuhardenberg

Berlin. Im brandenburgischen Neuhardenberg hat es offenbar einen rechtsradikalen Doppelanschlag gegen Flüchtlingsaktivisten gegeben. In der Nacht zum Samstag brannten in dem Ort zwei Autos, der RBB berichtet, nach aktuellen Erkenntnissen würden die Fahrzeuge “zwei Mitgliedern des örtlichen Willkommenskreises für Flüchtlinge gehören. Eines der beiden Autos stand auf dem Grundstück des betreffenden Unterstützers. Nach bisherigen Erkenntnissen ist er der Leiter des Neuhardenberger Willkommenskreises”, so der RBB. Die Kriminalpolizei ermittele »in alle Richtungen«. Zudem seien in dem Ort zahlreiche Aufkleber mit dem Schriftzug »Refugees not Willkommen« entdeckt worden. »Derzeit will sich die Polizei noch nicht auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat festlegen«, heißt es beim RBB.

Im sächsischen Bischofswerda sind derweil Rassisten und Neonazis sowie »besorgte Bürger« erneut gegen Flüchtlingen in der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung aufmarschiert. Wie die Polizei in Görlitz mitteilte, versammelten sich im Laufe des Freitagabends bis zu hundert zum Teil aggressive Personen vor der Unterkunft, sie blockierten teilweise die Einfahrt. Gegen einen der Reisebusse mit Zufluchtsuchenden wurde eine Glasflasche geworfen. Zwei 18 und 34 Jahre alte Männer zeigten den Hitlergruß, gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Bereits am Donnerstagabend hatten mehrere rechte Randalierer versucht, die Belegung der neu eröffneten Erstaufnahmeeinrichtung zu verhindern. Nach Polizeiangaben war der überwiegende Teil der aufmarschierten Personen »äußerst aggressiv«. In drei Fällen wurden Ermittlungen wegen Beleidigung eingeleitet, in einem Fall wegen des Verdachts der Volksverhetzung - in allen Fällen waren es nach Polizeiangaben »bekannte Tatverdächtige«. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln