Schuldendrama in der Karibik

Puerto Ricos Gouverneur verlangt von den Gläubigern einen Forderungsverzicht

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Regierung Puerto Ricos hat einen Plan zur Umstrukturierung der Schulden vorgelegt. Nun sind die Gläubiger am Zug.

Puerto Ricos Schuldendrama geht in die nächste Runde: In der vergangenen Woche stellte die Regierung des per Assoziierungsabkommen an die USA gebundenen Inselstaates ihren Plan zur Schuldenrestrukturierung vor. Die Gläubiger sollen stärker in die Pflicht genommen werden.

Puerto Ricos Schwierigkeiten hatten bereits im Jahr 2006 begonnen, als Steuerprivilegien für US-Unternehmen ausliefen und viele von ihnen daraufhin die Insel verließen. Durch Einbruch der Industrieproduktion und eine Haushaltskrise wuchsen die Verbindlichkeiten auf heute 72 Milliarden US-Dollar an. Gouverneur Alejandro García Padilla bezeichnete im Juni dieses Jahres die angehäuften Schulden als nicht mehr tragfähig. Im August zahlte die Regierung fällige Anleihen nicht zurück und erklärte sich damit praktisch zahlungsunfähig.

Der nun vorgestellte Fünf-Jahres-Plan sieht die Umstrukturierung von etwas mehr als zwei Drittel der Gesamtschulden vor, sprich: von d...


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