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Rückgabe von »Reisekosten«

Griechische Juden lassen Reichsbahn nicht aus historischer Verantwortung

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Eine Jüdische Gemeinde aus Griechenland fordert zurück, was ermordete Mitglieder an die Deutsche Reichsbahn zahlen mussten. Mit wenig Erfolg.

Dass die Deutsche Reichsbahn in Nazideutschland ein williges Instrument war, wenn es darum ging, von den Nationalsozialisten Verfolgte in die Arbeits- und Vernichtungslager zu befördern, ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass das Unternehmen für jeden Kilometer, den es Opfer transportierte, die Hand aufhielt: vier Reichspfennig pro Kilometer pro »Passagier«. Bei größeren Transporten räumte man einen Rabatt von zwei Pfennigen ein. Die Bahn holte sich das Geld zunächst von der SS, die wiederum kassierte bei den Deportierten oder bei jüdischen Gemeinden. Ein Gutachten beziffert die Gesamteinnahmen auf umgerechnet 445 Millionen Euro.

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