Schrei nach Hiebe

Die Bild hat Flüchtlinge plötzlich lieb - weil es gerade passt

  • Von Christoph Ruf
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der FC St. Pauli hat es vorgemacht, sieben andere Zweitligisten folgten. Sie alle liefen am Wochenende ohne das »BILD«-Logo auf. Eine Ohrfeige für den Mann, der so perfekt für die Heuchelei seines Zentralorgans steht, dass er glatt aus einem Laserdrucker stammen könnte.

Wer die »BILD«-Zeitung deswegen kritisiert, weil sie bösartige Kampagnen auf Kosten von Minderheiten fährt und mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks nach unten tritt, meint es zu gut mit dem Blatt. Das wirklich Widerliche an der »BILD« ist ihr gnadenloser Opportunismus, die Firmenpolitik, auf den Wellen wenigstens mitzureiten, die man nicht gleich praktischerweise selbst geschaffen hat. Und wenn der Mehrheit in diesem unserem Lande gerade eher nach Willkommenskultur als nach Brandstiftung ist, macht »BILD« den Flüchtling eben vom Werwolf zum niedlichen Schoßhündchen und hat ihn ganz doll lieb.

Nichts Neues: Als Refugees noch Asylanten hießen, pestete das Blatt Tag für Tag gegen die vermeintlichen Schmarotzer, um dann nach Solingen, Mölln und Rostock-Lichtenhagen diejenigen zu maßregeln, die daraus einen Handlungsauftrag ablasen. Anders gesagt: Wer nach den Artikeln der letzten Monat...

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