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Gegen den Herrenmythos

Hommage an Carmen Lyra

  • Von René Jo. Laglstorfer
  • Lesedauer: 1 Min.

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Im Theaterstück »Mandinga«, mit dem der Circo FantazzTico derzeit in Europa gastiert, geht es auch um Rassismus.

La »Cucarachita Mandinga« ist die Geschichte von einer jungen hübschen Mestizin, die auf der Suche nach einem Bräutigam ist. Von allen Brautwerbern - Stieren, Hunden etc. - ist ihr der elegante und bescheidene Mäuserich »Raton Perez« am sympathischsten. Sie heiraten, bis es zu einem tragischen Unfall kommt.

»Mandinga«, dieses Wort kommt aus Afrika und bezeichnet einen Stamm im Nigergebiet (heute Mali, Guinea, Burkina Faso, Nigeria). Die Mandingas sind von hellbrauner Hautfärbung und waren die ersten Afrikaner, die als Sklaven in die Karibik verschifft wurden. Die Kakerlake (Cucaracha) Mandinga ist in der Erzählung eine sehr bewusste, emanzipierte Frau, die gut aussieht, sich ihren Mann genau aussucht, ihren Haushalt bestens führt und Ansehen im Dorf genießt. Carmen Lyra, eine große Pädagogin und Schriftstellerin von Costa Rica, trägt mit dieser Geschichte dazu bei, den Herrenmythos der weißen Bevölkerung Costa Ricas in Frage zu stellen und den nach wie vor weit verbreiteten Rassismus zu bekämpfen.

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