Neapel fürchtet neuen Camorrakrieg

Bereits vier Tote in diesem Monat bei Auseinandersetzungen innerhalb der Mafia

  • Von Wolf H. Wagner, Florenz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Zwei Menschen wurden binnen 24 Stunden in und bei Neapel von Mafiakillern hingerichtet. Bereits Anfang September hatte es zwei Tote gegeben. Die Stadt fürchtet einen neuen Bandenkrieg der Camorra.

Es geschah zur besten Abendzeit am Wochenende. Die Menschen in Acerra, einer kleinen Stadt 15 Kilometer nordöstlich von Neapel, rüsteten sich zum Restaurantgang. Auf einer Bank an der um die Zeit belebten Piazza San Pietro saß der 55-jährige Adalberto Caruso, als sich von hinten zwei Killer näherten. Mit einem einzigen Kopfschuss wurde der Mann getötet, jegliche Rettungsversuche kamen zu spät.

Es war der zweite gezielte Mord im Raum von Neapel binnen 24 Stunden. Am Abend zuvor hatten Unbekannte den 26-jährigen Andrea Saraiello nahe dem neapolitanischen Flughafen Capodichino erschossen. Der junge Mann war auf einem Motorroller in Richtung eines US-Stützpunktes unterwegs, als ihn die tödlichen Kugeln trafen.

Während Caruso in Zusammenhang mit Drogengeschäften und Verbindung zur örtlichen Mafia polizeibekannt war, lag bislang gegen Saraiello nichts vor. Aber gibt es ...


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