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Migration ist Teil von Entwicklung

  • Von Thalif Deen, New York
  • Lesedauer: 2 Min.

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Angesichts der ausufernden Flüchtlingskrise wird UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Ende des Monats Sondergespräche mit den Staats- und Regierungschefs zum Thema internationale Migration führen. Das Treffen ist für den 30. September vorgesehen und schließt an die UN-Entwicklungskonferenz an, auf der die Post-2015-Nachhaltigkeitsagenda mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals-SDGs) angenommen wird. SDG 16 widmet sich dem Thema Migration.

Ben Phillips, Kampagnenleiter der Hilfsorganisation ActionAid, erklärte gegenüber IPS, dass unter dem, was Regierungen als Flüchtlingskrise zu bezeichnen pflegten, zu allererst und hauptsächlich die alternativlose Flucht von Menschen zu verstehen sei.

»Die Reaktion viel zu vieler Regierungen auf diese menschliche Tragödie läuft häufig darauf hinaus, die Grenzen zu schließen und die bedrohten Menschen auszusperren. Doch das Problem lässt sich nicht lösen, indem man Mauern hochzieht«, warnte Phillips und kritisierte, dass Staaten häufig dazu neigten, brutal, panisch und ineffektiv auf die Krise zu reagieren. »Es wird höchste Zeit, dass sie einen klügeren und freundlicheren Kurs einschlagen.«

Phillips erklärte gegenüber IPS, dass ActionAid die Regierungen dazu aufgerufen habe, sich insbesondere drei Herausforderungen zu stellen. Erstens müssten die Regierungen die gleiche Solidarität und Willkommenskultur unter Beweis stellen, wie sie viele ihrer Bürger vorgelebt hätten. Zweitens müsse auf die Gefahren reagiert werden, denen insbesondere auf der Flucht befindliche Mädchen und Frauen ausgesetzt seien. Und drittens gelte es die Ursachen für die Massenflucht anzugehen. So müssten Kriege, Ungleichheit und die Auswirkungen des Klimawandels nachhaltig bekämpft werden.

Er wies ferner darauf hin, dass ActionAid als Organisation, die Flüchtlingen an der Basis helfe, nur allzu gut der schlimmen Folgen einer Politik gewahr geworden sei, die Menschen entmenschliche und die Ursachen von Flucht und Vertreibung ignoriere.

Länder seien ihren eigenen Bürgern gegenüber verpflichtet, für nationale Sicherheit zu sorgen. »Doch fest steht, dass das Völkerrecht, insbesondere mit Blick auf die Flüchtlinge, geachtet werden muss. Menschen, Migranten und Flüchtlinge haben ein Recht auf eine menschenwürdige Behandlung, die meiner Meinung nach vielerorts zu wünschen übrig lässt.« IPS/nd

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